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Friendsurance: Geld zurück als Marketing-Aktion?

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Wenn sie denn dann tatsächlich funktioniert, ist die Idee der Friendsurance wirklich gut. Es geht dabei um die Rückerstattung von Versicherungsbeiträgen, sofern die Versicherung nicht in Anspruch genommen wurde. Das Prinzip ist bereits von den Privaten Krankenversicherungen (PKV) bekannt und soll nun auch in den Bereichen Rechtsschutz- Haftpflicht und KfZ-Haftpflicht greifen.

Die Tageszeitung „Die Welt“ greift das Thema auf, stellt aber auch die berechtigte Frage nach dem Nutzen der neuen Friendsurance-Idee. Die Rückerstattung werden nämlich an das Bilden kleinerer Untergruppen innerhalb der Gemeinschaft der Versicherten gekoppelt. Mit anderen Worten, schließen sich Freundeskreise zusammen und bilden einen einheitlichen „Topf“ aus dem dann auch mögliche Überschüsse verteilt werden.

Die Motivation liegt auf der Hand: wer betrügt schon gerne seine Freunde und wer steht gern als derjenige da, wegen dem keine Rückerstattungen fließen? Darüber hinaus profitieren die Versicherungen davon, wenn Freunde oder Verwandte geworben werden, damit eine Gruppe wächst und die möglichen Erstattungen größer werden.

Einmal mehr stellt sich daher die „Cui bono?“- Frage. Handelt es sich tatsächlich um eine Win-Win-Situation oder sind es am Ende doch eher die Versicherungsgesellschaften, die durch die Mitgliederwerbung und deutlich weniger Schadensfälle Vorteile ziehen? Manche Unternehmen winken bereits ab, anderenorts wird die Friendsurance– Idee allerdings auch gefeiert.

So bleibt abzuwarten, ob sich das Modell durchsetzt oder ob es sich doch eher um eine Marketing-Aktion handelt….

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