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Freiwillige Feuerwehr: Probleme mit der Versicherung

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Wer ehrenamtlich für eine Freiwillige Feuerwehr tätig ist, leistet einen integralen Beitrag für diese Gesellschaft. Leider riskieren Feuerwehrleute im Einsatz nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch ihre finanziellen Sicherheit. Der Grund: Versicherungen zahlen oftmals nicht.

Der Bayerische Rundfunk widmet sich diesem Thema und beschreibt den Fall eines Feuerwehrmanns, dem beim Einsatz eine Sehne am Bizeps gerissen ist. Die Folge waren eine OP und monatelange Behandlungen. Die kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) sieht diesen Fall jedoch nicht als Dienstunfall und verweigert sich einer Zahlung.

Als Grund wird angegeben, dass bereits zuvor eine Beschädigung der Sehne vorgelegen hatte und der Vorfall während der Feuerwehreinsatzes aus diesem Grund nicht ursächlich sei. Im zitierten Artikel wird auch noch über einen weiteren, ähnlich gelagerten, Fall berichtet, in dem die Unfallversicherung nicht gezahlt hat.

Vor den Gerichten bekamen die KUVB jeweils Recht, sodass die beiden Feuerwehrleute auf die gesetzliche Unfallversicherung und die damit einhergehenden schlechteren Leistungen bei Lohnausfall zurückgeworfen sind.

Seitens der bayerischen Politik besteht nach Angaben des BR keinerlei Handlungsbedarf. Offensichtlich übernimmt der Freistaat Entschädigungen, die im Fall des zuerst genannten Feuerwehrmanns bei pauschal 1.000 Euro lagen. Diese Summe wurde jedoch abgelehnt, da es offenkundig nicht um Geld, sondern um das Recht der Feuerwehrleute geht. Besagter Feuerwehrmann kündigte bereits an, dass er bei Aufrechterhaltung der Ablehnung seiner Klage nach 30 Jahren den Dienst quittieren wird.

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