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Falsche Beratung: Lebensversicherung an 82-Jährige verkauft

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Meinetwegen eine Einzelfall. Doch sicherlich einer, der Aussagen über die Beratungsqualität im Bereich der Lebensversicherungen zulässt. Es geht um eine Police, die einer 82-jährigen Rentnerin verkauft wurde. Und zwar von der HypoVereinsbank in München.

Merkur.de dokumentiert den Fall und berichtet darüber, dass die alte Dame einen Betrag in Höhe von 100.000 Euro von ihrem Liechtensteiner Konto nach München transferieren wollte. Anstatt das hierfür erforderliche Devisenkonto einzurichten, wurde ihre eine Lebensversicherung mit Sofortrente verkauft.

Die Freisingerin bemängelt, dass sie keinerlei Zugriff auf ihre 100.000 Euro mehr hat und ihre Privatrente hinten und vorne nicht ausreicht. Allein die private Krankenversicherung sei schon so teuer, dass sie nahezu die komplette Rente hierfür aufwenden müsse. Seitens der Verbraucherzentrale Bayern wird in diesem Kontext allgemein bemängelt, wenn Sofortrenten an Über-70-Jährige verkauft werden, da hierdurch nur Kapital gebunden würde, wenngleich nicht mehr allzu viel Lebenszeit vorhanden ist.

Die 82-Jährige gibt an, sie habe im dunklen Tresorraum nicht richtig lesen können, was sie da unterschreibt und zudem sei nur von der Eröffnung eines Devisenkontos die Rede gewesen. Dennoch habe sie auch einen Verzicht auf ihr Widerrufsrecht unterzeichnet, womit das Geschäft formaljuristisch rechtens ist. Seitens der HypoVereinsbank wird gemauert und keine Aussage getroffen, womit auch klar ist, dass sich der Abschluss nicht mehr rückgängig machen lässt.

Verbraucherschützer raten vor allem Senioren, jeden Vertrag exakt zu prüfen und sich notfalls noch einmal neutral beraten zu lassen.

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