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Experten: Steigerung des Krankenversicherungsanteils auf 25 Prozent möglich

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Steigt der Anteil der Krankenversicherung künftig auf bis zu 25 Prozent? Dieses Szenario sehen einige Versicherungsmathematiker und mahnen dringend eine Steigerung der Effizienz im Gesundheitswesen an. Die Versicherungsmathematiker in der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) nennen ausdrücklich sowohl die gesetzliche als auch die private Krankenversicherung.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, könnten sich die derzeitigen Beiträge um mehr als das Dreifache erhöhen. Ein steigendes Zinsniveau würden dem naturgemäß entgegen wirken, allerdings nicht in erheblicher Weise. Vielmehr ist die Alterung der Gesellschaft für das Phänomen mitverantwortlich.

Käme dieses Phänomen allein zum Tragen, beliefe sich der Beitragssatz auf maximal 17 Prozent, so die Mathematiker. Deutlich problematischer ist die „strukturelle Einnahmeschwäche“, nach der zwar das Bruttoinlandsprodukt ansteigt, nicht jedoch die Löhne. Des Weiteren wirkt sich der medizinische Fortschritt als Preistreiber aus.

Hauptproblem ist dabei die gesetzliche Pflegeversicherung, die schon jetzt unterfinanziert ist. Aktuell liegt der Beitragssatz bei 2,55 Prozent — möglich sind 8,5 Prozent im Jahr 2060, bei der privaten Pflegeversicherung fallen die Steigerungen moderater aus und hier existiert ja auch die Möglichkeit, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

In der Bringschuld sehen die Aktuare vor allem die Politik, die die richtigen Weichen stellen muss. In den letzten Jahren hat sich hier allerdings nicht viel getan, weshalb man gespannt sein kann, wann gangbare Lösungen vorgelegt werden. Zahlen sind nun zumindest auf dem Tisch.

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