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Experte: PKV und Bürgerversicherung können durchaus zusammenpassen

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Keine Sorge: in zwei Wochen ist Bundestagswahl und danach wird uns das Thema Bürgerversicherung vermutlich nicht mehr beschäftigen. Zumindest erst einmal. Interessant ist aber schon, dass offenbar eine Schnittmenge zwischen dem geforderten neuen Modell und mancher PKV besteht.

Die Auffassung vertritt zumindest der Berater Claus-Dieter Gorr, der dem Manager Magazin ein interessantes Interview gegeben hat. Demnach könnten scheinbare Gegensätze durchaus verschwimmen.

Ist also der Gegensatz zwischen der Forderung nach Einführung einer Bürgerversicherung und der Beibehaltung der Privaten Krankenversicherung (PKV) nur ein scheinbarer? Zumindest wendet sich Gorr gegen den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), der die PKV gleich für jedermann öffnen möchte. Diese Idee scheint wohl eher dem Wahlkampf geschuldet zu sein.

Dass aber jede PKV automatisch gegen die Bürgerversicherung ist, trifft nach Ansicht von Gorr nicht zu. Unternehmen, die gut dastehen, werden wohl kaum viele Versicherte an die neue Form von Krankenversicherung verlieren. Auf der anderen Seite könnte eine Bürgerversicherung aber zu weniger Wettbewerb und mehr Fusionen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen führen. Zu den Profiteuren zählen auch in diesem Bereich nur wenige Akteure.

In seinem Resumee spricht sich jedoch auch der Experte gegen die Bürgerversicherung und für eine Beibehaltung des aktuellen Systems aus. Das hat auch damit zu tun, dass sich die beiden Systeme ergänzen und die GKV für die Grundversorgung, die PKV eher für das Vorantreiben medizinischer Innovationen verantwortlich ist. Beides zusammen gewährleistet eine Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau, das auch im internationalen Vergleich bestens dasteht.

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