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Experte: PKV subventioniert die gesetzlichen Krankenkassen

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Es ist schon eine interessante Analyse und dürfte vor allem die Befürworter einer Bürgerversicherung zum Nachdenken bringen: „die private Krankenversicherung subventioniert die gesetzlichen Kassen mit“.

Das Zitat schaffte es als Überschrift ins Handelsblatt, das sonst meist nicht sehr PKV-freundlich argumentiert. Im Artikel ist von einem milliardenschweren Loch durch Wegfall der PKV die Rede und zudem finden sich Sätze wie „Totgesagte leben länger„.

In der Tat wurde der privaten Krankenversicherung bereits vor einigen Jahren das baldige Aus vorausgesagt. Seitdem fanden sich immer wieder (meist sozialdemokratische) Vertreter aus der Gesundheitspolitik oder Entscheider aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenkassen, die einen Abgesang starteten.

Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) ergab nun jedoch, dass die Ausgaben pro Versicherten in der PKV langsamer steigen als in den gesetzlichen Krankenkassen, was den Aussagen vieler PKV-Kritiker widerspricht. Hinzu kommt, dass mit dem neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz die Ausgaben für Ärzte in den gesetzlichen Kassen um 1,5 Milliarden Euro steigen könnten.

Des Weiteren sorgt die PKV für einen Mehrumsatz bei den Ärzten und ermöglicht damit (indirekt) die Rabattierungen in den gesetzlichen Krankenkassen. Dieser Mehrumsatz belief sich allein 2016 auf knapp 13 Milliarden Euro und würde bei Einführung einer Bürgerversicherung entzogen.

Auf einzelne Arztpraxen umgerechnet, würden jährlich 50.200 Euro fehlen, sodass sogar der Fortbestand des engmaschigen Netzes gefährdet sein könnte – so die PKV -Studie.

 

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