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Ergo-Versicherung weiter in der Kritik

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Rutscht die Ergo-Versicherung in die Rolle eines „schwarzen Schafs“ der Versicherungsbranche? Diese Formulierung ist keineswegs von mir, sondern findet sich im Handelsblatt. An gleicher Stelle ist von erheblicher Kritik seitens der Mitbewerber die Rede.

Was war geschehen? Sowohl von Seiten der Axa als auch von Allianz hagelte es Statements, in denen die Geschäftspraktiken der Ergo kritisiert wurden. Vergleiche wurden entschieden zurückgewiesen und auch seitens des Branchenverbands GDV wurde ein Hinweis auf den gemeinsamen Kodex vorgenommen.

Im Vorfeld hatte die Ergo zwischen 2009 und 2011 bei Tausenden von Kunden eine so genannte „Umdeckung“ vorgenommen. In der Folge wurden Lebensversicherungen mit hoher Verzinsung in UBR-E-Unfallversicherungen umgewandelt, was für die Versicherungskunden mit Nachteilen verbunden ist.

Ein Einzelfall? Vielleicht. Zumindest hatte die Ergo nach dem Öffentlichwerden der Umdeckungen eine Rückabwicklung angeboten, die jedoch nur 47 der 4.952 betroffenen Kunden annahm. Heute werden die UBR-E-Unfallversicherungen erst gar nicht mehr angeboten. Seitens des Bund der Versicherten werden diese Versicherungen als „von vornherein unsinnig und teuer“ bezeichnet.

Hinter der Abkürzung verstecken sich Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr gegen Einmalbetrag. Wenngleich sich die Ergo mittlerweile aus diesem Geschäft zurückgezogen hat, bieten noch manche Anbieter (unter anderem auch Kritiker der Ergo) die Policen an. Ob es sich dabei grundsätzlich um ein schlechtes Geschäft für den Versicherten handelt, muss jeder Interessent selbst beurteilen.

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