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Einschnitte: Lebensversicherungen kürzen die Dividenden

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Kaum hat der Bundesrat die Reform in der Lebensversicherung beschlossen, werden erste Kürzungsmaßnahmen verkündet. Konkret geht es um die Württembergische Leben, die trotz erzielter Gewinne keine Dividenden an die Aktionäre ausschütten wird.

Entsprechendes berichtet unter anderem die Augsburger Allgemeine, die sich dabei auf eine Pflichtmeldung des Unternehmens Bezug nimmt. Die Württembergische ist die einzige börsennotierte Lebensversicherungs-AG und daher zu einer entsprechenden Verlautbarung gezwungen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) geht aber davon aus, dass auch die meisten anderen Lebensversicherer keine Dividende mehr ausschütten und dies spätestens im Rahmen des nächsten Geschäftsberichts ankündigen.

Für Kunden bedeutet eine Senkung der Dividenden zunächst einmal nichts. Mancherorts wird jedoch davon ausgegangen, dass die Beteiligung an den Bewertungsreserven sinken wird. Diese Reserven entstehen schließlich durch Kursgewinne, die in Zukunft nicht mehr in großem Umfang erwartet werden.

Eine Dividendensperre ist dann angezeigt, wenn lediglich der Sicherungsbedarf erwirtschaftet wurde bzw. wenn die Übernahme von Garantieleistungen gefährdet ist. Bleiben die Zinsen auch in Zukunft so niedrig, so ist auch in den kommenden Jahren nicht mit steigenden (oder überhaupt vorhandenen) Dividenden zu rechnen.

Die finanzielle Stärke der Unternehmen hat damit allerdings nichts zu tun und ist auch nicht in Gefahr. Ebensowenig sind die bestehenden Lebensversicherungen unsicher. Im Gegenteil ist es eher so, dass noch zahlreiche Policen mit Garantiezinsen von bis zu vier Prozent im Bestand liegen.

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