Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Dürre und Überschwemmung: wie sich Landwirte versichern können

| Keine Kommentare

Extreme Wetterphänomene nehmen in den letzten Jahren rapide zu und richten insbesondere in der Landwirtschaft gravierende Schäden an. Während bislang staatliche Hilfen flossen, hat unter anderem der Freistaat Bayern festgelegt, dass diese ab 2019 nicht mehr möglich sind. Doch wie lassen sich Schäden auf dem Acker sonst versichern?

Der Bayerische Rundfunk widmet diesem Thema ein umfangreiches Video-Feature und berichtet über die Möglichkeit, gegen Starkregen, Hagel und Frost zu versichern. Die Kosten belaufen sich auf 50 bis 70 Euro pro Hektar. In den letzten Jahren haben die Agrarversicherungen deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Versicherungssumme pro Hektar lässt sich dabei individuell festlegen.

Seitens der Versicherungen werden lediglich Schäden an den Feldfrüchten übernommen und nicht wertvoller Humus oder Boden. Entsprechend setzen mehr und mehr Landwirte auch auf Mulchmaterial, um die Schäden bereits am Boden abzupuffern.

Seitens der Versicherungswirtschaft wird ebenfalls von einer stark steigenden Nachfrage berichtet. Addiert man die Versicherungssummen, so zeigen sich in den letzten Jahren keinerlei signifikante Veränderungen bei den Unwettern. Ein Problem stellt eher die Dürre dar, die sich bei den klassischen Versicherungen lange nicht abdecken ließ.

Mittlerweile existieren zum Preis zwischen zwei und mehr als 20 Euro pro Hektar Zusatzpolicen, die Versicherungen gegen Trockenheit als „Indexversicherungen“ anbieten. Gemeint ist damit, dass nicht die tatsächlichen Schäden, sondern kritische Niederschlagwerte, die an nah gelegenen Wetterstationen gemessen werden, reguliert werden.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.