Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

DSGVO: zahlen Versicherungen bei Verstößen?

| Keine Kommentare

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat europaweit für viel Unsicherheit gesorgt. Relevant ist in diesem Kontext auch die Frage nach der Übernahme von Haftungsrisiken durch Versicherungen. Konkret lautet die Frage: wer schützt vor Schadenersatzforderungen und in welchem Umfang?

Wie Pfefferminzia schreibt, kommen hierfür vor allem Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherungen aber sicher auch Rechtsschutz-Versicherungen in Frage. Das Problem liegt jedoch darin, dass es sich um einen immateriellen Schaden handelt und die wenigsten Versicherer in diesem Bereich Erfahrungen vorweisen können.

Grundsätzlich lassen sich auch eventuelle Schäden durch unsachgemäßen Umgang mit E-Mail-Adressen versichern. Beispiele sind das Bekanntwerden von E-Mail-Adressen bzw. deren Veröffentlichung, was eine Klage nach sich ziehen dürfte. Die Schadenersatzforderung wird dann von einer Betriebshaftpflichtversicherung übernommen, wenn es sich um einen echten Vermögensschaden handelt. Dem gegenüber steht der unechte Vermögensschaden, der dann entsteht, wenn dieser eine Folge eines zuvor erlittenen Personen- oder Sachschadens ist.

Manche Versicherer begegnen der DSGVO sogar mit einer eigenen Police. Hier ist die Crux, dass sich Bußgelder per Gesetz nicht versichern lassen und damit ein erhebliches Risiko nicht durch eine Police abgedeckt ist. Geldstrafen, die sich auf bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens belaufen können, lassen sich somit nicht ohne Weiteres von der Versicherung übernehmen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .