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Dread Disease mit Einmalzahlung als Alternative zur BU

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Der Vergleich mit einer „ersten Hilfe“ bei drohender Berufsunfähigkeit ist durchaus angemessen. Eine Dread Disease oder „Schwere-Krankheiten“- Versicherung ist jedoch auch als Alternative sowie Ergänzung zur klassischen BU geeignet.

In der Wirtschaftswoche finden sich einige gute Hinweise zum Umgang mit der hierzulande noch recht seltenen Versicherungsform. Dabei wird die Dread Disease zwar als Nischenprodukt bezeichnet, doch steht deren praktischer Nutzen außer Frage. Verzichtet wird nicht die Berufsunfähigkeit, sondern das Eintreffen einer konkreten Krankheit bzw. eine Diagnose.

In aller Regel sind sowohl Herzinfarkt als auch Schlaganfall, Multiple Sklerose und Krebs in den Versicherungsschutz eingeschlossen. Ausschlüsse wie in der BU existieren ebenso wenig wie Risikozuschläge für bestimmte Berufsgruppen. Mit anderen Worten: eine Dread Disease darf nahezu jeder abschließen, während die Hürden für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) immer höher geschraubt werden.

Hinzu kommt, dass die Dread Disease- Versicherung auch dann bezahlt, wenn die Krankheit nach wenigen Monaten vorüber ist. Mehr noch: die Versicherungssumme kann dabei helfen, horrende Arztkosten oder Folgekosten zu minimieren bzw. abzudecken und dient dabei indirekt der Gesundung.

Vor Abschluss einer Police sollte jedoch genau auf die abgedeckten Krankheiten geachtet werden. Hier offenbaren sich erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherern. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, bei Erkrankungen mit geringerem Schweregrad eine Teilleistung zu vereinbaren.

Wohlgemerkt: eine vollwertige Alternative zur BU stellt die Dread Disease nicht dar. Die häufig vorkommenden psychischen Erkrankungen oder auch Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Unfälle sind nicht abgedeckt, was nach Angaben von Experten bereits 62 Prozent der Ursachen für eine Berufsunfähigkeit ausschließt.  Auch sind bei Abschluss der Police Karenzzeiten zu beachten. Dennoch kann es sich unter bestimmten Voraussetzungen um einen sinnvollen Schutz handeln.

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