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Diskussion über Mindestkriterien in der PKV

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Im Rahmen der derzeit stattfindenden Leitmesse DKM (für die Finanz- und Versicherungswirtschaft) fand auch eine Podiumsdiskussion zur Qualität der privaten Krankenversicherung (PKV) statt. Die Teilnehmer zogen allesamt ein positives Fazit, waren jedoch nicht immer mit den Mindestkriterien einverstanden.

Eine recht aufschlussreiche Dokumentation findet sich im Versicherungsjournal. Dort heißt es beispielsweise, dass zwischen zwei und vier Prozent der PKV- Tarife nicht die Mindestkriterien einhalten, dies jedoch nur den wenigsten Versicherten bewusst ist.

Die Mindestleistungen wurden vor rund zwei Jahren von einer Arbeitsgruppe des PKV- Verbands festgelegt, scheinen jedoch keineswegs ein Garant für einen guten Versicherungsschutz zu sein. Hierauf wies Allianz-Vorstand Dr. Thomas Wiesemann hin. Interessanterweise hält dessen Unternehmen im Bereich der psychologischen ambulanten Betreuung nicht die geforderten Mindestkriterien ein, was aus Sicht der Allianz allerdings leistungsstabilisierend wirkt.

Als Ergänzung zu den Mindestkriterien wird von Wiesemann ein bessere und transparentere Beratung gefordert. In diesem Fall können auch einzelne Merkmale aus der Versicherung herausfallen, ohne dass ein Kunde dadurch erhebliche Einbußen erleidet.

Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer über die hohe Intransparenz bei den Versicherungsbedingungen und das Problem des so genannten „Tarifdschungels“. Ob sich in diesem Bereich jedoch etwas tut, liegt von den einzelnen Versicherern und deren Geschäftsmodellen ab.

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