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Diskussion: kommen bald staatlich-private Pandemieversicherungen?

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Die Folgen einer Pandemie wie Corona sind in aller Regel nicht versichert. Vor allem in der Reisebranche aber auch im Veranstaltungsbereich und im Einzelhandel sowie der Gastronomie drohnen Unternehmenspleiten. Die Liste der Branchen ließe sich natürlich noch erweitern und derzeit existiert kaum ein Versicherer, der noch einen adäquaten Schutz anbietet.

Aus diesem Grund forciert die Hannover Rück den Dialog mit den Regierungen und ist für eine kombinierte staatlich-private Absicherung. Wie Cash Online berichtet, sieht der Chef des weltweit drittgrößten Rückversicherers derzeit eine gute Chance auf Konsens, da das Risikobewusstsein vor dem Hintergrund von Corona vorhanden ist. Diese Chance gilt es zu nutzen.Notwendig sind Partnerschaften zwischen Staat und Privatwirtschaft” – so die Einschätzung von Jean-Jacques Henchoz, der auch darauf hinweist, dass eine Pandemie-Anleihe der Weltbank schlichtweg nicht ausreicht. Über den Kapitalmarkt lassen sich Risiken im Umfang von zwei Milliarden US-Dollar finanzieren, offenbar aber nicht mehr.

Möglich gemacht werden soll die privat-staatliche Kombinationslösung entweder durche einen Pool, durch den schon jetzt Terrorgefahren abgefedert werden oder eine obligatorische Pandemie-Versicherung als gemischtwirtschaftliche Organisation, die in der Schweiz in einer ähnlichen Form als Elementarschaden-Versicherung existiert.

Wenn eine einheitliche staatliche Vorgehensweise zumindest in der Europäischen Union (EU) existiert, existierte für die Versicherer der Anreiz einer Beteiligung und es entstünde eine gemeinschaftliche Lösung.

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