Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Die PKV und der designierte Gesundheitsminister Jens Spahn

| Keine Kommentare

Nun ist es also beschlossen: Jens Spahn (CDU) soll der neue Gesundheitsminister werden und folgt damit auf seinen Parteikollegen Hermann Gröhe. Neben der damit einhergehenden Verjüngung (Spahn ist 19 Jahre jünger) bedeutet dies wohl auch ein problemloses Weiterbestehen der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Spahn jedoch vor, die Kluft zwischen Privat- und Kassenpatienten zu verkleinern. Dies soll sowohl im Bereich der Terminvergabe als auch hinsichtlich der Arzthonorare geschehen, wobei noch keine konkreten Schritt hierzu bekannt wurden. Auch wollte sich Spahn in einem Interview nicht so recht zugunsten der PKV bekennen.

Auf die Frage, ob er junge Menschen zur PKV raten würde, antwortete der 38-Jährige: „Wir müssen verhindern, dass für einen einfachen Polizisten stark steigende Beiträge im Alter zu einer sozialen Frage werden.„. Es ist allerdings auch so, dass die Steigerungen in der gesetzlichen Krankenkasse statistisch betrachtet ebenso hoch ausfallen, wie in der PKV und zudem weder der Basis- noch der Notlagentarif erwähnt wurden. In diesem Kontext gießt Spahn indirekt Wasser auf die Mühlen der SPD, die die Private Krankenversicherung immer wieder gern als vermeintlich teuer brandmarkt.

Weitere geplante Projekte von Spahn sind die Herstellung einer gleichmäßigeren Versorgung mit Ärzten sowie eine Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Pflege. Der Politikwissenschaftler und Bankkaufmann war bereits sechs Jahre der gesundheitspolitische Sprecher seiner Partei, weshalb die jetzige Ernennung durchaus Sinn macht.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .