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Die Linke: Sorge um Datenmissbrauch durch PKV

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Die Partei „Die Linke“ sorgt sich um den Datenschutz seitens der PKV und hat eine entsprechende Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Konkret geht es dabei um gesammelte Gesundheitsdaten und den Umgang damit.

Wie die Ärzte Zeitung berichtet, geht es dabei um die geplanten Tarife, bei denen gesundheitsbewusstes Verhalten seitens der Versicherten durch Rabatte oder geringere Prämien belohnt wird. Im Gegenzug werden jedoch Gesundheitsdaten gesammelt.

Den Anfang macht die Generali-Gruppe, die Fitness, Ernährung und Lebensstil elektronisch kontrollieren möchte. Noch beschränkt sich das Angebot auf Frankreich, dürfte aber früher oder später auch in Deutschland zu finden sein.

Wer regelmäßig Sport treibt, nicht raucht und die Vorsorgeuntersuchungen besucht, kann davon profitieren, muss jedoch die entsprechenden „Beweise“ in elektronischer Form an seine PKV weiterleiten. Die so gesammelten Informationen sind Bestandteil der Prämienkalkulation.

Durch die Anfrage der Linken und auch angesichts des wachsenden Marktes für so genannte Gesundheits-Apps ist die Politik aufgefordert, sich des Themas Datenschutz anzunehmen. Derzeit existiert noch keine Regulierung und so könnten die Daten theoretisch auch zu Marketingzwecken missbraucht werden. Ein weiterer Aspekt ist die potenzielle Benachteiligung von Menschen mit Behinderung, die bei der neuen Art der Prämienkalkulation schlechtere Karten haben könnten. Zuletzt besteht das Risiko, dass nur noch diejenigen von der PKV aufgenommen werden, die ihre Gesundheitsdaten bereitwillig zur Verfügung stellen.

Die Bundesregierung wird die Antworten auf die Fragen bis zum 26. Januar geben und wir werden selbstverständlich darüber berichten.

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