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DGVP kritisiert das Konzept der Bürgerversicherung

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Ist das schon Wahlkampf? Aber sicher. Und entsprechend bringen die einzelnen Protasgonisten aus dem Bereich Private Krankenversicherung (PKV) bzw. Krankenkasse (GKV) ihre „Geschütze“ in Stellung. Doch lassen wir die martialische Rhetorik und wenden wir uns den gemachten Aussagen zu.

So meint der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V. (DGVP), Wolfram-Arnim Candidus, dass die Konzepte für die Bürgerversicherung im Grund „unwählbar“ sind.

So berichtet es der Versicherungsbote und greift damit die Kritik an der Forderung der Bertelsmann Stiftung und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf. Vor allem das Finanzierungsmodell, bestehend aus den drei Säulen: Beiträge von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Steuermitteln, zeigft seine Schwächen. Wie soll hier bei einer schwächelnden Konjunktur verfahren werden? – so die nachvollziehbare Frage. Wenn ab 2017 eine Schuldenbremse geplant ist, dürften die Mittel des Staates schnell eingedampft werden und die neue Bürgerversicherung leidet unter Unterfinanzierung.

Ebenfalls wird der Verdacht geäußert, dass die Politik Interesse an den finanziellen Rückstellungen der Privaten Krankenversicherung (PKV) in Höhe von 120 bis 180 Milliarden Euro hat. Gemeinsam mit diesem Geld ließen sich Beitragserhöhungen in der gesetzlichen Krankenversicherung vermeiden.

Ob die Bürgerversicherung hierfür das geeignete Mittel ist, wird zumindest von der DGVP bezweifelt. Entsprechend fordert deren Präsident eine Modifizierung der bestehenden Systeme und keine komplette Neuordnung, die sowieso keine Besserung mit sich bringt.

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