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Deutschland investiert in Klimarisikoversicherungen

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Was tun gegen den Klimawandel und daraus resultierende Naturkatastrophen? Die Bundesregierung möchte offensichtlich auf Versicherungen setzen und die Klimarisiken somit von den betroffenen Staaten auf Versicherungsunternehmen übertragen. Aus diesem Grund hat sich die Bundesrepublik an einer Rückversicherung beteiligt.

Beim Klimareporter wird diese Vorgehensweise kritisch betrachtet. Das deutsche Entwicklungsministerium kündigt im Rahmen der Klimakonferenz in Madrid einen Risikotransfer „“von den Entwicklungsländern zu den internationalen Rückversicherungsmärkten“ an. Die Rede ist vom „Natural Disaster Fund“ (NDF), den Großbritannien ins Leben gerufen hat und der von Deutschland mit 25 Millionen Euro und der Hannover Rück mit 50 Millionen Euro gefüttert wird.Der NDF ist eine klassische Rückversicherung, die sowohl Versicherungsunternehmen als auch Regierungen und NGO offen steht. Schadensfälle müssen nicht dokumentiert werden – es reichen Wetterdaten aus und das Geld fließt sofort an die Bevölkerung oder Hilfsorganisationen.

Natürlich handelt es sich hierbei auch um ein Geschäftsmodell, das mit der Hoffnung auf höhere Prämien als Ausschüttungen verbunden ist. Die Entwicklungsländer müssen ebenfalls zahlen, um sich zu versichern, wenngleich die Ursachen für den Klimawandel den Industrienationen anzulasten sind, die sich lediglich beteiligen. Des Weiteren äußern Kritiker, dass eine Versicherung nicht gegen den Klimawandel hilft, sondern lediglich die Folgen abmildert.

Harjeet Singh von der Hilfsorganisation Action Aid sieht entsprechend ein reines „Ablenkungsmanöver„, was durchaus nachvollziehbar argumentiert ist.

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