Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) mit Vorschlag für die PKV

| Keine Kommentare

Die hohen Beitragssprünge in der Privaten Krankenversicherung (PKV) ließen sich in der Vergangenheit nicht vermeiden, haben jedoch für jede Menge negative Presse gesorgt. Nun hat die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) einen Vorschlag für eine Neuregelung unterbreitet.

Das „Handelsblatt“ berichtet über den Vorstoß der Versicherungsmathematiker, nach dem die so bezeichneten auslösenden Faktoren verändert werden sollen. Nach aktuellem Stand ist eine Anpassung der Versicherungsbeiträge im Einklang mit dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) nur dann möglich, wenn die Leistungsausgaben um mindestens zehn Prozent steigen oder sich die Sterbewahrscheinlichkeiten um mindestens fünf Prozent verändern.

Problematisch an dieser Regelung ist vor allem, dass die tatsächlichen Faktoren viel zu wenig berücksichtigt werden und weder fallende Zinsen noch neue medizinische Entwicklungen, Inflation oder Storno einen Einfluss auf die Kosten haben. Hinzu kommt, dass sich die anderen Faktoren gleichsam „aufstauen“ und die Preisveränderungen – wenn sie denn dann ausgelöst werden – oftmals im zweistelligen Prozentbereich liegen. Die Folge sind verärgerte oder verängstigte Versicherte und das „Auf-den-Plan-treten“, der üblichen PKV -Kritiker.

Wenn sich die DAV durchsetzt, kann die Zinssituation stets schnell eingepreist werden und die Beiträge in der PKV erscheinen deutlich realistischer. Auch soll möglich sein, dass bei Tarifwechsel manche Mittel dazu eingesetzt werden, um künftige Beitragsanpassungen abzumildern. Zuletzt wünschen sich die Aktuare eine Öffnung Standardtarifs auch für die PKV -Kunden, die nach den 1. Januar 2009 versichert wurden. Man darf gespannt sein, ob der Ball aufgenommen wird oder die Ideen (wieder einmal) ohne größere Diskussion versanden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.