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Cyber-Versicherung mit rosigen Zukunfsaussichten

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Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dürfte nach Ansicht vieler Experten für einen regelrechten Boom der Cyber-Versicherungen sorgen. Hintergrund ist die Verschärfung der Meldepflicht, wonach Hackerangriffe nicht mehr verheimlicht werden dürfen. Die Allianz schätzt das Marktvolumen in zehn Jahren auf rund 20 Milliarden Euro weltweit.

Näheres verrät IT-Business, wo aktuell noch von einem Marktvolumen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro die Rede ist, die zu 85 Prozent in den USA generiert werden. Mit anderen Worten steckt die Branche hierzulande noch in den Kinderschuhen, was sich an gerade einmal 15 Anbietern zeigt.

Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Hacker-Angriffe kontinuierlich an. Hierzu gehören auch Fälle von Erpressungen durch so genannte Ransomware, mit der Daten verschlüsselt und Computer gesperrt werden. Erst, wenn eine Art Lösegeld fließt, gelangen die Opfer wieder an ihre Daten. Des Weiteren existiert die Möglichkeit, einer „Denial of Service“- Attacke, bei der eine Fülle an Anfragen die Systeme lahmlegt.

Versichert werden kann vor allem die Betriebsunterbrechung. Die Folgen sind allerdings schwer zu skalieren, da aufgrund der globalen Vernetzung selten nur einzelne Unternehmen betroffen sind, sondern jeder Fall weitere Kreise ziehen kann. Vor allem indirekte Schäden lassen sich kaum beziffern und dürften für erhebliches Streitpotenzial sorgen.

Manche Versicherer gehen aus diesem Grund bereits davon aus, dass Cyber-Risiken „wahrscheinlich nicht versicherbar“ sind, wie es ein Vertreter der Swiss Re formuliert.

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