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Corona: Versicherung für die ganze Welt möglich

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Die Idee klingt kühn und scheint doch umsetzbar zu sein. Wie wäre es, wenn sich die gesamte Welt gegen die Folgen einer Pandemie wie Corona versichern könnte? Es geht dabei vor allem um ein Abfedern direkter finanzieller Folgen, die durch Kontaktbeschränkungen eintreten. Vier WissenschaftlerInnen aus Wien und Liverpool haben ein entsprechendes Modell errechnet.

Der Versicherungsbote präsentiert ein Interview mit Julia Eisenberg vom Institut für Stochastik und Wirtschaftsmathematik der TU Wien, die das Modell erläutert. Grundlage sind Parameter, womit es sich nicht um eine klassische Schadensversicherung, sondern um eine „parametrische Versicherung“ handelt.Der Vorteil besteht darin, dass lediglich bestimmte Werte eintreten müssen und keine exakte Schadensprüfung vonnöten ist.Hieraus folgt, dass bei Eintreten eines zuvor definierten Ereignisses oder Erreichen eines Grenzwerts automatisch gezahlt wird und weder der gefürchtete Moral Hazard eintritt, noch im Einzelnen nachgeprüft werden muss. Die Parameter ließen sich beispielsweise anhand von Infektionsraten oder das Ausrufen des Notstands innerhalb eines Landes festlegen und auch eine Zahl von erforderlichen Tests kann vereinbart werden.

Versicherte wären die Staaten und nicht die einzelnen Bürgerinnen und Bürger, wobei eher ärmere Länder als Zielgruppe ins Auge gefasst werden. Erklärtes Ziel ist ein Schutz der gefährdeten Bevölkerungsschichten und als Kontrollinstanz könnten die Vereinten Nationen fungieren.

Wohlgemerkt: das alles ist Theorie und eine Menge Mathematik. Spannend ist der Ansatz aber allemal.

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