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Corona: ungewöhnlicher Versicherungsstreit wegen Oktoberfest

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Corona hat dafür gesorgt, dass das diesjährige Oktoberfest nicht stattfinden konnte. Doch wurde es auch ordnungsgemäß abgesagt? Offenbar behauptet eine Versicherung von gleich sieben Wiesn-Wirten, dass dies nicht der Fall gewesen sei. Anders formuliert: es gab keine offizielle Absage und daher soll auch nicht gezahlt werden.

Was auf den ersten Blick skurril klingt, könnte für die Wirte letztlich den Ruin bedeuten. Dies berichtet auch die Süddeutsche Zeitung, die auf die Äußerungen der Deutsche Sport & Entertainment Versicherungsgemeinschaft DSE hinweist, die unter Verweis auf eine fehlende Absage die Zahlung verweigert und auch zu keiner Stellungnahme bereit ist.Bestanden hatte die Versicherung seit 2011 und war ursprünglich lediglich für die Kompensation einzelner Tage gedacht. Dass nun der Totalausfall ins Haus steht, hat nicht nur die Wirte, sondern auch den Versicherer überrascht. Dieser sagt, dass die Pressekonferenz von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kein offizieller Verwaltungsakt gewesen sei.

Die Wiesn-Wirte reichen nun Klage vor dem Landgericht München ein, namentlich der Schottenhamel, die Betreiber von Paulaner-Festzelt,  Weinzelt,  Schützenzelt,  Armbrustschützenzelt sowie die Betreiber des Hofbräu-Festzelts und der Fischer Vroni.

Die Wirte gehen davon aus, dass sie den Rechtsstreit gewinnen und bislang urteilten die Gerichte offenbar nahezu immer zugunsten der Gastronomie.

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