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Corona und die Folgen: PKV für Steuerfinanzierung

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Im Zuge der Corona-Krise haben sich sowohl für die gesetzlichen Krankenkassen als auch für die Private Krankenversicherung (PKV) Mehrkosten ergeben. Vor allem die Massentests kosten Geld, das derzeit einzig und allein von den gesetzlichen Krankenkassen aufgebracht werden muss.

Laut einem Artikel im Tagesspiegel fordert der PKV-Verband eine Finanzierung über Steuern. Wäre dies der Fall, so wären gleichzeitig auch die Versicherten aus der PKV an den Kosten beteiligt und eine gerechte Verteilung der Lasten erreicht. Folgt man einem Interview des PKV-Verbandsdirektors Florian Reuther, so darf die Kostenübernahme durch die GKV nur vorübergehend sein.Hintergrund der Aussage seitens der PKV ist ein Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU). Dieser sieht vor, dass die Kosten für zusätzliche und vorsorgliche Corona-Tests in Schulen, Krankenhäusern, Kitas oder auch in Pflegeheimen stets von den gesetzlichen Kassen übernommen werden. Dabei soll es noch nicht einmal eine Rolle spielen, wie die getestete Person versichert ist.

Die Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag sah hierin „ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die PKV an Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht beteiligt“ was jedoch schlichtweg nicht zutrifft. Entscheidend ist hier die Politik und seitens der PKV besteht explizit die Bereitschaft, die Kosten mitzutragen. Zudem existiert auch das Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz, das explizit auch die PKV in die Pflicht nimmt.

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