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Corona: Start-Up überprüft Versicherungsverträge in der Gastronomie

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In Zeiten von Corona haben nur wenige Gastronomen die Muße und die Fachkenntnis, um Versicherungsverträge zu prüfen. Im direkten Gespräch mit manchen Versicherern soll schon vorgekommen sein, dass die Hotels oder Restaurants mit zu niedrigen Summen abgespeist wurden. Der Grund: die Zahlungsverpflichtungen der Versicherungen waren unbekannt.

Laut Hogapage wurde nun ein Start-Up ins Leben gerufen, das Betriebsschließungsversicherungen genau abklopft. Folgt man einem aktuellen Urteil des Landgerichts Mannheim, so müssten „Schließungen aufgrund COVID-19-Allgemeinverfügungen oder Rechtsverordnungen“ stets versichert sein und das Beschränken auf nur zehn bis 15 Prozent der Schadenssumme wäre unrechtens.Hinter dem Prüfservice steht das Start-Up immorow, das einen Pro-bono-Versicherungscheck durchführt, d.h. hierfür keinerlei Kosten in Rechnung stellt. Die Überprüfung ist sowohl telefonisch als auch online möglich und wird nach Angaben des Anbieters von speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Diese sind in der Lage, die Sprache der Versicherungsverträge genau zu verstehen und richtig zu interpretieren.

Zudem dauert es offenbar gerade einmal 48 Stunden, bis ein Ergebnis vorliegt. Das Problem besteht allerdings naturgemäß darin, dass der festgestellte Anspruch im Zweifelsfall auch gegenüber der Versicherung durchgesetzt werden muss, was dauern kann. Ob sich für Gastwirte direkte Vorteile ergeben, muss sich dabei noch zeigen, denn normalerweise muss das Geld so schnell wie möglich fließen, um einen Weiterbetrieb zu ermöglichen.

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