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Corona: sind parametrische Versicherungen die Lösung für Pandemien?

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Dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie nur zum Teil von Versicherungen abgefedert werden, dürfte bekannt sein. Lediglich einige Veranstalter im Sportbereich haben einen entsprechenden Schutz vereinbart und erhalten nun Ausgleichszahlungen. Das könnte sich künftig jedoch ändern.

Laut einem Artikel bei Versicherungswirtschaft heute könnte die Methode der Parametrie dafür sorgen, dass schnell und unbürokratisch geholfen wird und gleichzeitig ein gut skalierbares Produkt vorliegt. ForscherInnen aus Wien haben dieses Thema durchdacht und sind zu einer erfolgversprechenden Lösung gelangt.Parametrisch bedeutet — vereinfacht –, dass eine Versicherung dann zahlt, wenn bestimmte, vordefinierte Parameter eintreten. Diese können zum Beispiel in einer bestimmten Anzahl von Erkrankungen oder im Ausrufen eines nationalen Notstand bestehen. Der Vorteil besteht darin, dass kein konkreter Schaden berechnet werden muss, sondern schnell gezahlt wird. Beispiele aus der Praxis existieren zuhauf: sowohl bei Erdbeben als auch bei Wirbelstürmen und anderen Naturkatastrophen wird entsprechend Windgeschwindigkeit oder auch Magnitude bzw. der Menge des gefallenen Niederschlags der Schaden reguliert.

Ebenfalls lässt sich eine parametrische Versicherung an Bedingungen knüpfen, d.h. Staaten oder Unternehmen, die sich entsprechend absichern, können zur Einleitung bestimmter Maßnahmen verpflichtet werden. Diese können beispielsweise ein Lockdown oder auch eine Durchführung von Tests sein. Im Fall von Corona hätte somit allein die Aussicht auf ausbleibende Versicherungssummen zu einem (noch) beherzteren Vorgehen führen können.

Expertin Julia Eisenberg meint hierzu, dass „man das Problem des sogenannten Moral Hazard abschwächen“ könnte und nicht indirekt durch das Vorhandensein von Versicherungen risikoreiches Verhalten gefördert würde.

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