Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Corona-Impfung: welche Versicherung zahlt?

| Keine Kommentare

Die Corona-Impfungen dürften in den nächsten Tagen europaweit anlaufen. Dass dabei weder die Privaten Krankenversicherungen (PKV) noch die Krankenkassen die komplette Summe zahlen, steht seit langem fest. Der Bund beschafft, verteilt und finanziert jedweden Impfstoff, die Impfzentren werden wiederum von den Ländern übernommen.

Sowohl die PKV als auch die Krankenkasse beteiligen sich entsprechend der Zahl ihrer Versicherten an den Kosten. Selbiges gilt in vollem Umfang, wenn die Impfungen zu einem späteren Zeitpunkt in den Arztpraxen durchgeführt werden, was die „zweite Phase“ genannt wird. Auch wird seitens der PKV ein Anteil der Personal- und Sachkosten für den laufenden Betrieb der Impfzentren, Callcenter etc. geleistet.Wer ein Attest für eine bevorzugte Behandlung bei der Corona-Impfung benötigt, bekommt dieses ebenfalls gezahlt. Das Geld stammt dabei vom Bundesamt für soziale Sicherung und die ausstellenden Ärzte erhalten eine pauschale Vergütung.

Interessant ist die Frage nach der Haftung bei Nebenwirkungen. Diese werden vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) überwacht und dokumentiert und sowohl seitens der Ärztinnen und Ärzte als auch in den Apotheken herrscht eine Meldepflicht. Da die Impfungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IFSG) stattfinden, steht auch der Bund in der Haftung und verweist Schadensansprüche ans Bundesversorgungsamt.

Des Weiteren existiert eine Gefährdungshaftung des § 84 AMG (Arzneimittelgesetz), die der Bund dann gegenüber dem Pharmaunternehmen und Hersteller geltend macht. Wer sich umfassend zu allen Fragen hinsichtlich der Impfung gegen Corona informieren, kann dies auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums tun.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.