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China: Land der ungewöhnlichen Versicherungen

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Normalerweise sollte uns der chinesische Versicherungsmarkt nur wenig interessieren. Es finden sich im „Reich der Mitte“ allerdings eine Reihe skurriler und durchaus unterhaltsamer Versicherungsideen, die eine Erwähnung verdienen. Wie wäre es beispielsweise mit der „Trunkenheitsversicherung“?

In der F.A.Z. wird das Thema eingehend beleuchtet und erklärt, dass die „Trunkenheitspolice“ dann zahlt, wenn ein Versicherter während der Fußball-WM eine Alkoholvergiftung erleidet. Kostenpunkt: 3 Yuan (umgerechnet 0,40 Euro). Bei einer diagnostizierten Alkoholvergiftung werden 200 Yuan gezahlt, bei einem Krankenhausaufenthalt 2.000 Yuan und im Todesfall sogar 10.000 Yuan.

Ebenfalls pünktlich zur WM 2014 wird eine Versicherung gegen Erkältungen beim nächtlichen Public Viewing oder eine „Hooligan“- Versicherung angeboten. Letztere haftet dann, wenn der Versicherte während einer Sportübertragung verprügelt oder gar überfallen wird.

Der Anbieter für diese seltsamen Versicherungen ist stets die Plattform T-Mall, die zur weltgrößten Online-Handelgruppe Alibaba gehört. Es handelt sich somit keineswegs um einen Nischenanbieter, sondern um ein tatsächlich funktionierendes Geschäftsmodell.

Versicherungen gegen das Ausscheiden bestimmter Teams wurden übrigens von den Aufsichtsbehörden verboten. Der Unterschied zu einer Wette wurde hier nicht so recht deutlich und Glücksspiel ist in China in dieser Form nicht erlaubt.

Interessant ist in diesem Kontext, dass es mit der Allianz und der Ergo auch deutsche Versicherungskonzerne in das asiatische Land zieht. Dass dabei ebenfalls so innovative Modelle angeboten werden, ist jedoch zu bezweifeln.

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