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Bundesregierung: PKV nimmt auch bei Schufa-Eintrag auf

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Dass die Bonität eines Kunden auch in der Privaten Krankenversicherung (PKV) eine Rolle spielt, ist kein Geheimnis. Dennoch kommen die Versicherer ihrer Pflicht zur Aufnahme in den Basistarif stets nach. Das hat nun auch die Bundesregierung nach Anfrage der Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink verlautet.

Wie die Ärzte Zeitung mitteilt, hatte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen zuvor nach einem vermeintlichen Aufnahmestopp bei Schufa-Einträgen gesprochen, der sich jedoch nur auf Neukunden beziehen sollte. Die Bundesregierung stellte klar, dass ihr keine diesbezüglichen Fälle bekannt seien. Darüber hinaus ergäbe sich auch aus Beschwerden von Verbrauchern bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht keinerlei Anhaltspunkte für den Verdacht.

Vorangegangen war ein Bericht, der ebenfalls in der Ärzte Zeitung erschienen war. Hier wurde im Juni 2011 über die Vorgehensweise einzelner Versicherer berichtet, die zum Schutz ihrer Versicherten nur noch Kunden mit ausreichender Bonität aufnahmen. Es wurde in diesem Kontext sogar auf das sonst so lukrative Neugeschäft verzichtet, um den Anteil an Nichtzahlern zu reduzieren.

Grundsätzlich stellen Nichtzahler eine große Belastung für jede PKV dar. Hintergrund ist der Schuldenschnitt, der 2013 vorgenommen wurde. Seither existiert ein Notlagentarif, in dem lediglich akute Krankheiten behandelt werden und keine Altersrückstellungen angespart werden. Die Einführung dieses Tarifs bedeutete durchaus eine Erleichterung, ist allerdings nachwievor mit einer Reihe offener Fragen behaftet.

 

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