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Bundesregierung: PKV-Akquise durch Beamte bestätigt

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Ob es nun ein Skandal ist oder nicht, liegt im Auge des Betrachters. Fakt ist, dass sich Beamte in zahlreichen Behörden als Tippgeber für die Privaten Krankenversicherungen (PKV) betätigt haben. Das bestätigte nun auch die Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion „Die Linke“.

Vorausgegangen waren konkrete Vorwürfe gegen die Debeka, die nun allerdings auch auf andere Private Krankenversicherer ausgedehnt werden müssen. Entsprechend sei auch dahingestellt, ob es sich um juristischen Sinne um illegale Verkaufspraktiken und illegalen Adresshandel handelt.

In der Ärztezeitung spricht man in diesem Kontext bereits von einem „offenen Geheimnis„. Allein nach Kenntnis der Bundesregierung hatten 216 Beamten in 58 Behörden als Tippgeber für 34 verschiedene Versicherungsgesellschaften gearbeitet.

Damit nicht genug, denn 194 Bundesbedienstete haben einen Vertrag als nebenberufliche Versicherungsvermittler oder sonstige Finanzberater auf Honorar- oder Provisionsbasis und arbeiten dabei ebenfalls für die genannten 34 Versicherungsgesellschaften. Ob es dabei nur um die Private Krankenversicherung (PKV) geht, geht aus der Antwort der Bundesregierung nicht hervor.

Wohl aber wurde durch die Regierung signalisiert, dass man in der Tätigkeit keine größeren Probleme sieht. Die Nebentätigkeiten waren stets genehmigt worden und so besteht keine Handhabe für eine Klage. Auch wurden keine konkreten Fälle bekannt, in denen Untergebenen oder Prüflingen bestimmte Versicherungsprodukte oder Policen empfohlen bzw. aufgedrängt wurden.

Was bleibt ist ggf. ein seltsamer Beigeschmack, der sich allerdings nicht an einzelnen Unternehmen festmachen lässt. Dass das derzeit praktizierte System geändert wird, ist ebenfalls nicht zu erwarten.

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