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Bundesregierung gegen Terminvergabe-Vergleich zwischen PKV und GKV

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Ein wenig klingt es schon nach einem „Totschlagargument“, wenn die Bundesregierung die Unterschiede zwischen der Privaten Krankenversicherung (PKV) und den gesetzlichen Krankenkassen als „komplex“ bezeichnet und einen Vergleich der Effizienz rundheraus ablehnt.

Wie die Ärztezeitung dokumentiert, ging es um eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion, die sich für die unterschiedlichen Wartezeiten und die Terminvergabe interessiert hatte. Nach Ansicht von Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery, sind die kürzeren Wartezeiten für PKV -Kunden auf die besseren Leistungsversprechen zurückzuführen.

Tatsache ist, dass pro gesetzlich Versichertem 514 Euro für die vertragsärztliche Versorgung zur Verfügung steht, während es in der PKV 610 Euro sind (Stand: 2013). Die Unterschiede in der Vergütung sind zwar offenkundig, werden jedoch nicht valide erfasst und zum Vergleich aufbereitet.

Um das Problem der langen Wartezeiten für Kassenpatienten in den Griff zu bekommen, wünscht die Bundesregierung nun die Einrichtung von Terminservicestellen. Ziel ist es, bei Überweisung an einen Facharzt binnen einer Woche für einen Termin zu sorgen. Sollte dies binnen vier Wochen nicht gelingen, so wird ein Termin in einem Krankenhaus angeboten, der aus dem vertragsärztlichen Honorar bezahlt wird.

Seitens des Ärztepräsidenten wurde alternativ das Modell der „dringlichen Überweisung“ in den Raum gestellt, das jedoch vom Deutschen Ärztetag in Düsseldorf abgelehnt wurde.

So bleibt vermutlich erst einmal alles beim Alten und PKV- Patienten müssen im Durchschnitt nicht annähernd so lange warten, wie gesetzlich Versicherte. Ob das gerecht ist oder nicht, sei dahingestellt ….

 

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