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Bundesärztekammer legt Konzept für PKV und GKV vor

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In der Auseinandersetzung um die Zukunft der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung (GKV und PKV) hat nun auch die Bundesärztekammer (BÄK) ein Konzept vorgelegt.

Wenn Ende Mai der 116. Deutsche Ärztetag stattfindet, werden dort die „Anforderungen zur Weiterentwicklung des dualen Kranken­ver­sicherungssystems in Deutschland“ präsentiert.

Entsprechendes vermeldet das Ärzteblatt und nennt auch schon einige Eckpunkte des Positionspapiers. So möchte die BÄK, das auch in den gesetzlichen Krankenkassen nach dem Prinzip der Kapitaldeckung gearbeitet wird. Zudem sind die Ärzte der Auffassung, dass eine Abschaffung des zweigliedrigen Systems erst zu einer Zwei-Klassen-Medizin führt und damit kontraproduktiv ist. Die Rolle der PKV ist die eines Innovationsmotors, womit auch ein Nutzen für die gesetzlich Krankenversicherten entsteht.

Eine weitere Forderung der BÄK liegt in der freien Preisgestaltung der gesetzlichen Krankenkassen. So sollten die Beiträge wieder direkt an die Kassen überwiesen werden, die die Höhe selbst festlegen. Bei der Beitragsbemessungsgrenze sollen zudem sämtliche Einkommensarten eines Haushalts einbezogen werden und der Arbeitnehmeranteil soll die Grenze von neun Prozent nicht überschreiten.

Der Risikostrukturausgleich soll nach Ansicht der Ärzte beibehalten werden und eine Familienversicherung soll neben Kindern und Jugendlichen fortan auch Personen in Elternzeit oder Personen, die andere Familienmitglieder pflegen einbeziehen. Zuguterletzt soll es mehr Wahltarife geben, damit ein Anreiz für gesundes Leben gegeben ist.

Für die PKV wünscht sich die BÄK, dass die Altersrückstellungen hin- und her gewechselt werden können und zudem Mindestkriterien festgeschrieben werden sollen. Zuletzt wird eine Mindestqualifikation für Versicherungsberater gefordert, was ebenfalls den Versicherten zugute kommen dürfte.

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