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BU-Rente: Vorsicht vor hohen Sozialversicherungsbeiträgen

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Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließt, wähnt sich – meist zurecht – auf der sicheren Seite. Es ist allerdings zu beachten, dass teilweise die Sozialversicherungsträger ordentlich abkassieren. Der Grund: BU-Rentner fallen aus der gesetzlichen Pflichtversicherung und gelten als freiwillig gesetzlich versichert. Die Folge: es müssen die vollen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden.

Wie Fondsprofessionell schreibt, fallen aufgrund der reinen Besteuerung des Ertragsanteil in aller Regel kaum oder keine Steuern an. Eine BU-Rente in Höhe von 2.000 Euro ist in einem im zitierten Artikel gegebenen Beispiel komplett steuerfrei bzw. fällt unter die Bemessungsgrenze. Bei der Krankenkasse kommt es jedoch auf den exakten Status an.

Wer neben der BU auch eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente des Rentenversicherungsträgers oder eine Verletztenrente der Berufsgenossenschaft erhält,  gilt zum Teil als Privatier und verliert teilweise fast die Hälfte seiner Rente an die Versicherungsträger — wohlgemerkt: in einem konstruierten schlimmsten Fall. Als Erwerbsminderungsrentner ist man hingegen pflichtversichert, was erhebliche Vorteile mit sich bringt.

Die genaue Rechnung lässt sich nicht pauschal anwenden, sondern hängt von der exakten Kombination an erhaltenen Renten und Versicherungsstatus ab. Es sollte jedoch bereits in der Beratung vor Abschluss einer BU dieses Thema zur Sprache kommen, damit die Nettoauszahlung tatsächlich netto ist und nicht noch um jede Menge Krankenversicherung reduziert wird. Wer in der PKV ist, hat dieses Problem natürlich nicht …

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