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BU: Fitness-Tarif vor Gericht

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Dass sich durch die Bereitstellung von Daten und gesundheitliches Wohlverhalten eine Menge Geld sparen lässt, ist bekannt. Manche Versicherungstarife locken mit entsprechenden Möglichkeiten. Das ist allerdings keineswegs immer rechtens, wie der Bund der Versicherten (BdV) findet. Der „Vitality“- Tarif der Generali-Tochter Dialog steht daher vor Gericht.

In einer Pressemitteilung des BdV wird auf die „undurchsichtigen Bedingungen“ des Tarifs hingewiesen. Das Problem besteht darin, dass kein Versicherter erfährt, welches Verhalten zu welchen Vergünstigungen führt und was in welcher Weise gewichtet wird. Des Weiteren fehlt der Hinweis darauf, dass Rabatte auch ausbleiben können, sofern keine Überschüsse erwirtschaftet werden (was außerhalb des Einflussbereichs der Versicherten liegt).Seitens BdV-Vorstand Axel Kleinlein heißt es hierzu:

„Wir haben die Dialog Lebensversicherungs-AG aufgefordert, die intransparenten und unfairen Klauseln nicht mehr zu verwenden. Da der Versicherer unserer Abmahnung nicht gefolgt ist, haben wir Klage erhoben

Hintergrund ist das Vitality-Programm, an dem zum Abschluss bestimmter Policen teilgenommen werden muss. Bewertet wird gesundheitsrelevantes Verhalten, indem Punkte gesammelt werden. Erreicht werden unterschiedliche Status, die zu entsprechenden Rabatten führen. Wie das funktioniert wird allerdings nicht transparent gemacht.

Entsprechende Tarife arbeiten so, dass sowohl die Daten aus Fitnessstudios als auch bestimmter Supermärkte an die Versicherer übermittelt werden dürfen. Es handelt sich entsprechend auch unter datenschutzrechtlicher Perspektive um eine höchst problematische Herangehensweise.

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