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Brauchtumspflege: auch ein Maibaum braucht eine Versicherung

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Allmählich hält der Frühling Einzug und auch, wenn erst Anfang März ist, machen sich manche Gemeinden bereits Gedanken über den diesjährigen Maibaum. Das Brauchtum ist vor allem in Süddeutschland verbreitet, bedarf aber unbedingt eines speziellen Versicherungsschutzes.

Was auf den ersten Blick skurril wirken mag, ist angesichts des Volksfestcharakters beim Maibaumstellen durchaus ein relevantes Thema. Fakt ist, dass nach Aussage der Haftpflichtabteilung der Versicherungskammer Bayern juristische Personen sowie Vereine nicht in einer kommunalen Haftpflichtversicherung eingeschlossen sind, natürliche Personen, die im Auftrag der Gemeinde handeln, jedoch schon.

So kommt es, dass vor dem Maibaumsetzen eine Liste mit den Namen aller Helfer vorliegen sollte und Vereine eines separaten Versicherungsschutzes bedürfen. Zudem sollte ein Maibaum in regelmäßigen Abständen von einem Holzsachverständigen überprüft werden.

Auch Merkur-Online greift dieses zünftige Thema auf und erläutert die versicherungsrechtlichen Fragestellungen. So muss eine Haftpflicht sowohl den Vorgangs des Aufstellens als auch das Fällen des Baumes, dessen Transport und die verkehrsmäßige Sicherheit während der Standzeit abdecken. Wichtig ist dabei, dass ein Maibaum eine „öffentliche Anerkennung“ erhält, da sonst keine kommunalen Versicherungen greifen.

Einen anderen Aspekt greift der Badische Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV) auf. Hier wird darauf hingewiesen, dass erst einmal der Eigentümer des Grundstücks haftet, auf dem der Maibaum aufgestellt wird. Es ist daher darauf zu achten, dass dies die Gemeinde ist. Beim Transport muss zudem Rücksprache mit der KfZ-Haftpflicht gehalten werden und ggf. ist auch eine  Veranstalterhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Ein durchaus komplexes Thema.

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