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Brand in Notre-Dame: Versicherungen nur teilweise in der Pflicht?

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Der Brand der berühmten Kathedrale Notre-Dame ist eines der medialen Top-Themen dieser Tage. Interessant ist in diesem Kontext auch, wer die Schäden in dreistelliger Millionenhöhe bezahlt. Experten gehen davon aus, dass die Versicherungen nur zu einem kleinen Teil in die Pflicht genommen werden können.

Das schreibt die Tageszeitung „Die Welt“ und verweist eher auf Spender als auf die Assekuranzen oder Baufirmen bzw. die Kirche. Seitens der Versicherungen sind bestimmte Bedingungen erforderlich, um diese zu einer Schadensregulierung zu bringen.

Das Problem, das sich in Paris stellt, ist das eines Nachweises. Brandexperten tun sich schwer, eine genau Ursache für den Brand zu nennen, einen Beweis zu führen wird unter diesen Bedingungen noch komplizierter. Dieser ist aber erforderlich, um eine Versicherung zur Übernahme von Kosten zu bringen. Hinzu kommt die Frage, ob Notre-Dame überhaupt versichert war und in welchem Ausmaß. Zu bedenken ist, dass eine Absicherung eines so kapitalen Schadens wie dem nun entstandenen eine enorme Prämie verschlungen hätte. Ob dieser Versicherungsschutz bestand ist eher fraglich.

Seitens der Kirche wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Brandschutz voll und ganz eingehalten wurde. So wurde der Dachstuhl drei Mal am Tag von eigens hierzu ausgebildeten Brandaufsehern in Augenschein genommen, was aber offenbar nicht ausreichte.

Derzeit gehen die Ermittlungen in Richtung fahrlässiger Brandstiftung. Dies würde bedeuten, dass eine Versicherung der Baufirma in die Pflicht genommen würde, sofern diese Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Zuletzt wird bereits kompliziert, die genaue Höhe des Schadens zu beziffern und diese wird naturgemäß für eine Schadensregulierung benötigt.

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