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Bode-Museum: Verfahren gegen Versicherung nach Goldmünzenklau

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Nach dem Diebstahl einer Goldmünze im Berliner Bodemuseum ist es zu einem Rechtsstreit zwischen deren Eigentümer und dessen Versicherung gekommen. Es geht dabei um die Frage nach Schadenersatz bzw. nach dessen Höhe, wobei das Landgericht Berlin die Forderung nach vollständigem Ersatz abgewiesen hat.

Laut einem Artikel in der Lausitzer Rundschau verlangte der Eigentümer noch einmal 3,36 Millionen Euro, die von der Versicherung jedoch nicht übernommen werden sollten. Laut Gericht reichten die Sicherheitsmaßnahmen im Museum nicht aus und es ergaben sich einige Mängel, die nicht zu Lasten der Versicherungen gehen dürften.Unter anderem war die elektronische Überwachung des Fensters defekt, durch die die Einbrecher kamen und seitens des Bode-Museums wurden die Mängel auch nicht kompensiert. Anders formuliert, hätte der Versicherer über das gesteigerte Risiko informiert werden müssen, was aber unterblieb. Der Eigentümer der Münze hat die Erhöhung des Risikos offenbar hingenommen und muss sich diese — laut Gericht – zurechnen lassen.

Bislang flossen 800.000 Euro als Entschädigung und seitens der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wurde dessen Forderung nach einem Mehrbetrag vor Gericht unterstützt. Zu erwarten ist nun eine Berufung beim Kammergericht und damit der Verweis auf die nächste Instanz.

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