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BKK-Studie: wurden PKV-Patienten während des Lockdowns bevorzugt?

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Der Vorwurf, dass sich die Privaten Krankenversicherungen (PKV) im Rahmen von Corona weniger an den Mehrkosten beteiligen würden, ist mittlerweile entkräftet. Nun hat der BKK Dachverband eine neue Studie vorgelegt, die eine Ungleichbehandlung von PKV- und GKV- Versicherten suggeriert. Befragt wurden hierzu 3.000 Personen ab einem Alter von 18 Jahren.

Das Ärzteblatt hat die Ergebnisse und schreibt darüber, dass eine Reihe fest eingeplanter Termine von Seiten der Arztpraxen oder Krankenhäuser abgesagt wurden. Vor allem Haus- und Fachärzte sowie Zahnärzte sagten Termine ab (34 Prozent), wobei die Hälfte zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wurde. Um Krankenhausbetten freizuhalten, wurden zudem auch stationäre Aufenthalte abgesagt.Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Krankenversicherten zeigen sich in der Behandlung bzw. dem Ersatzangebot. Rund ein Drittel der Befragten erhielten kein Alternativangebot nach Absage ihrer Gesundheitsleistung und von diesen meint mit 46 Prozent die Hälfte, dass dies einen negativen Einfluss auf den Gesundheitszustand gehabt hätte.

Eine ersatzlose Streichung fand hingegen bei PKV -Versicherten nur zu 14 Prozent statt und hier wurden auch deutlich mehr Ersatzleistungen angeboten. Selbiges gilt für die Leistung der Videosprechstunde, die im privaten Bereich in 33 Prozent der Fälle ermöglicht wurde und bei den gesetzlich Krankenversicherten lediglich in elf Prozent der Fälle.

Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, nennt die „Ungleichbehandlung von PKV- und GKV-Versicherten nicht hinnehmbar„. Adressaten dieser Kritik müssten aber die Krankenhäuser und Arztpraxen und nicht die PKV sein.

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