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BGH urteilt zu Reiserücktrittsversicherungen

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Die bisweilen gängige Praxis, dass bei Buchung einer Urlaubsreise eine Reiserücktrittsversicherung förmlich aufgedrängt wird, wurde nun vom BGH beendet. In einem Urteil wird die freie Entscheidung der Urlauber unterstrichen und zudem Transparenz hinsichtlich der zusätzlichen Kosten gefordert.

Wie es bei heise.de heißt, wurde seitens des Bundesgerichtshofs zudem untersagt, die zusätzliche Versicherungsleistung mit weithin sichtbaren Buttons zu bewerben und damit so gut wie keine andere Möglichkeit zu schaffen. Demnach handelt es sich um einen Verstoß gegen die europäische Luftverkehrsdienste-Verordnung.

Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) gegen die Betreiberfirma der Plattform opodo.de, die in London ihren Sitz hat. Vor dem BGH hatten auch andere Gerichte in Berlin ein vergleichbares Urteil gefällt und waren zu dem Schluss gekommen, dass die Reiserücktrittsversicherung gleichsam aufgedrängt würden. Was fehlt, ist eine klare und transparente Information über die Zusatzkosten.

Konkret mussten die Kunden der Plattform „ausdrücklich auf den angebotenen Versicherungsschutz“ verzichten und zudem wird darauf hingewiesen, dass die Kosten „im Notfall“ selbst übernommen werden müssen. Was folgte, war leider ein „Klassiker“ in verschiedenen Buchungsportalen: der Satz „ich möchte abgesichtert sein“ wurde deutlich größer dargestellt als das kleingedruckte „Weiter ohne Versicherung„.

Damit nicht genug, denn seitens des Buchungsportals wurde zudem noch eine Servicepauschale für die Verwendung bestimmter Zahlungsmittel erhoben, jedoch nicht ausreichend deutlich darauf hingewiesen.

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