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Betriebliche Krankenversicherung (BKV): steuerliche Förderung erwünscht

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Anders als die klassische PKV, gehört die betriebliche Krankenversicherung (BKV) nicht zu den viel diskutierten Themen. Das könnte sich in Zukunft jedoch ändern, denn von Seiten der Allianz wird die Forderung nach einer steuerlichen Besserstellung laut.

Konkret hat Christian Molt, Vorstand Allianz Private Krankenversicherung laut Versicherungsbote eine steuerrechtliche Förderung für Beiträge zur BKV zur Diskussion gestellt. Der Vorteile läge auf der Hand, denn so ließe sich die betriebliche Altersvorsorge als zusätzlicher Bestandteil der betrieblichen Altersvorsorge aufbauen.

Bemerkenswert ist, dass sowohl Tankgutscheine als auch Betriebsfeiern steuerlich geltend gemacht werden können, während ein so integraler Aspekt der Absicherung wie die BKV auf dieser Ebene ins Leere greift. Die Steuerfreiheit der Beiträge wurde erst zu Beginn dieses Jahres aufgehoben, was als Fehler angesehen werden muss. Das Bundesfinanzministerium hatte in diesem Zusammenhang entschieden, dass die Beiträge zur BKV als Barlohn und nicht mehr als Sachlohn angegeben werden müssen, wodurch erhebliche Mehrkosten entstehen. Neben der Steuer müssen auf die BKV-Beiträge auch Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden, was die Attraktivität deutlich mindert.

Die Vorschläge des Allianz-Vorstand zielen in Richtung einer „ summenmäßig begrenzte Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit pro Jahr im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 3 Nr 34 EStG“ oder auch eine Pauschalversteuerung gemäß § 37a oder 37 b des Einkommenssteuergesetzes.

Vielleicht schließen sich ja auch noch Vertreter anderer Versicherer der nachvollziehbaren Forderung an und verleihen dem Wunsch auf diese Weise mehr Nachdruck.

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