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Betriebliche Altersvorsorge: Betriebsrentenstärkungsgesetz weitgehend unbekannt

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Die betriebliche Altersvorsorge gilt gemeinhin als probates Mittel der zusätzlichen Absicherung im Alter. Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BSGR) ebnet die Bundesregierung sogar noch mehr den Weg für den Abschluss entsprechender Verträge. Das Problem: 71 Prozent der Erwerbstätigen kennt das Gesetz schlichtweg nicht.

Das geht aus dem „Trendmonitor Finanzdienstleistungen“ von Nordlight Research hervor, der entsprechend enorme Potenziale im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge aber auch der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sieht. Laut einer Pressemitteilung sind die Angebote der Arbeitgeber zudem nicht besonders attraktiv bzw. werden nicht so wahrgenommen.Das ist umso erstaunlicher, als von Seiten des Gesetzes ein Arbeitgeber-Zuschuss in Höhe von 15 Prozent als verpflichtend eingeführt wurde. Für Arbeitgeber geht dieser mit einer Ersparnis bei der Sozialversicherung einher, doch scheint dies kein großes Interesse hervorzurufen. Nach aktuellem Stand hat nur jeder zweite sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Deutschland eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen und es wird auch nicht mehr.

Als Haupthindernis identifiziert die Studie, die unter Befragung von rund 1.000 erwerbstätigen Bundesbürgerinnen und -bürgern im Alter ab 18 Jahren durchgeführt wurde, die Arbeitgeber bzw. deren Passivität. In 74 Prozent der Abschlüsse sind die Arbeitgeber Initiatoren, die Arbeitnehmer übernehmen seltener die Initative und wissen zudem — salopp formuliert — schlichtweg nicht Bescheid.

Die Forderung nach mehr Aufklärung erscheint in diesem Kontext naiv, sodass eher die Arbeitgeber als Ansprechpartner und treibende Kräfte für den Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge in die Pflicht genommen werden müssen. Möglich wird dies durch mehr fachlichen Rat seitens der Anbieter, positive Anreize in der Vermittlung sowie einen geringen Verwaltungsaufwand.

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