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Beschluss: neue EU-Richtlinie für Versicherungen

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Wer künftig eine Versicherung abschließt, darf sich auf deutlich umfangreichere Informationen freuen. Das hat die EU beschlossen und sorgt damit für noch mehr Transparenz in der Vermittlung von Policen.

Details verrät die Frankfurter Allgemeine und weist darauf hin, dass die 28 Staaten gerade einmal zwei Jahre für die Umsetzung der neuen Richtlinie erhalten. Gültigkeit besitzt die Regelung sämtliche Versicherungen, die über einen Versicherungsmakler oder auch direkt beim Versicherungskonzern abgeschlossen wurden.

Nebenberufliche Vertreter stehen allerdings nicht in der Informationspflicht, sofern die jährliche Versicherungsprämie unterhalb einer Grenze von 600 Euro bleibt.

Inhalt der Regelung ist die Schaffung eines EU-einheitlichen Informationsblatts, auf dem sich sämtliche abgedeckte aber auch die ausgeschlossenen Risiken finden. Mit diesem Schritt sollen auch Hürden für den Abschluss von Versicherungen über nationale Grenzen fallen.

Darüber hinaus wird den Versicherungsunternehmen fortan aufgetragen, ihre finanzielle Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die Summe muss sich auf mindestens vier Prozent der jährlichen Prämieneinnahmen belaufen.

Das teilweise von der politischen Linken geforderte Provisionsverbot wurde jedoch nicht umgesetzt, wenngleich es den einzelnen EU-Staaten jederzeit möglich ist, ein solches Verbot zu erlassen. In puncto Provision muss der Verkäufer allerdings exakt angeben, in welcher Höhe und von wem er diese erhält. Über die Höhe darf auch in Zukunft geschwiegen werden, was jedoch auch in nationalem Recht anders umgesetzt werden darf.

 

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