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Berufsunfähigkeitsversicherung: Vorerkrankungen melden

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Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließt, wird im Vorfeld mit der einen oder anderen kniffligen Frage konfrontiert. Natürlich möchte die Versicherung die gesundheitliche Vita ihrer Versicherten kennen und passt den Tarif entsprechend an.

Wer nun auf den Gedanken kommt, durch Verschweigen einer Vorerkrankung Geld zu sparen, sollte sich diese Idee schnellstens aus dem Kopf schlagen. Erst unlängst entschied das Landgericht Coburg unter dem AZ: 21 O 50/11 zugunsten der Berufsunfähigkeitsversicherung, die die Zahlung verweigerte.

Den kompletten Fall schildert Anwaltsauskunft.de. So hatte ein Mann im Februar 2007 eine Berufsunfähigkeitversicherung abgeschlossen und sich eine monatliche Privatrente in Höhe von 1.000 Euro „reservieren“ lassen. Gegenüber der BU gab er lediglich eine Knochenmarkspende an und ließ sowohl eine Computertomografie als auch eine Krankschreibung von zweieinhalb Monaten dezent unter den Tisch fallen.

Das Gericht gab der Versicherungsgesellschaft Recht. Auch wurde dem Versicherungsnehmer Arglist unterstellt. Schließlich wusste der Mann, dass er mehrfach krank war und auch die ärztlichen Behandlungen fanden objektiv statt. Besonders frech ist dabei, dass der Antragsteller auch im Moment des Antrags schon vier Wochen krankgeschrieben war.

Was wir daraus lernen? Wer eine BU abschließen möchte, sollte dies möglichst früh und im kerngesunden Zustand tun. Wer bereits krank ist, muss mit dem Versicherungsberater sprechen und unbedingt Farbe bekennen. Bevor man schwindelt, sollte man besser auf die Versicherung verzichten ….

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