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Berufsunfähigkeitsversicherung: psychische Erkrankungen werden häufiger

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Wer heute eine Berufsunfähigkeitversicherung (BU) abschließt, rechnet in aller Regel nicht mit einem Ausfall. Vor allem bei Bürotätigkeiten kann scheinbar – wenn überhaupt – nur der Rücken betroffen sein. Doch weit gefehlt.

In den letzten Jahren haben sich psychische Erkankungen wie Depressionen und das so genannte Burn-Out-Syndrom immer stärker in den Vordergrund gedrängt. Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dürfte es sich bis ins Jahr 2030 um eine der häufigsten Volkskrankheiten handeln.

Wie Cecu.de berichtet, liegt das durchschnittliche Frühverrentungsalter infolge psychischer Erkrankungen bei 48,3 Jahren. Der Durchschnitt in der Berufsunfähigkeit (BU) liegt knapp über 50 Jahren. Gemessen an früheren Zeiten werden die Berufsunfähigen immer jünger. In den 1980er Jahren fand eine Frühverrentung infolge von Berufsunfähigkeit im Schnitt erst mit 56 Jahren statt.

Seitens der gesetzlichen Rentenversicherung wird nur selten Hilfe geleistet. Zum einen lehnten die Rentenversicherungen 2012 in 40 Prozent der Fälle eine Zahlung rundheraus ab. Zum anderen liegt der Höchstsatz der Erwerbsminderungsrente bei lediglich 750 Euro monatlich. So lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die allerdings auch im Falle einer psychischen Erkrankung zahlen muss.

Ebenfalls wichtig der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, die jedoch heutzutage nur noch in wenigen Fällen in die Verträge eingebaut wird. Wer aufgrund einer Depression nicht mehr seinen angestammten Job übernehmen kann, wird auch in einem anderen Beruf kaum erfolgreich sein.

Zuletzt wird empfohlen, dass bei Diagnose einer Krankheit auch rückwirkend gezahlt wird und die BU auf auf Paragraf 19 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) verzichtet. Hierin steht, dass im Fall einer noch nicht diagnostizierten aber bereits vorhandenen Krankheit der Versicherungsnehmer gekündigt werden kann, was natürlich nicht im Sinne einer umfassenden Absicherung ist.

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