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Berufsunfähigkeitsversicherung: nur noch für wenige Gutverdiener geeignet?

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Die Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) stehen derzeit in der Kritik. Ich hatte bereits vor einigen Wochen auf die Probleme der zu großen Ausdifferenzierung nach Berufsgruppen hingewiesen. Nun widmet sich auch das Versicherungsjournal diesem Thema

Vereinfacht ausgedrückt, wird nach Ansicht einiger Experten die Zielgruppe für die BU immer kleiner. Das hat damit zu tun, dass die klassischen Risikoberufe, also körperliche Tätigkeiten, in den letzten Jahren zum Teil um das Vierfache teurer geworden sind.

Was daraus folgt ist eine Absicherung, die mehr und mehr die psychischen Erkrankungen betrifft. Was ebenfalls folgen kann, ist eine steigende Zahl von Falschangaben bei Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Bei der Schadensregulierung kann sich solch ein Vorgehen dann aber bitter rächen und im schlimmsten Fall droht der Nachweis einer Anzeigepflichtverletzung. Der Autor des zitierten Kommentars wirft in diesem Kontext dann auch die Frage auf, ob nicht das Tragen eines Aktenordners auch als körperliche Tätigkeit anzusehen ist.

Worin besteht der Ausweg? Vor allem in einer umfassenderen Beratungsqualität. Beratung zur BU lässt sich nicht „mal eben“ im Internet nutzen, sondern bedarf eines Dialogs mit einem fachlich versierten Versicherungsberater. Dabei ist auch die Transparenz zu nennen, die bei der Auswahl einer BU eine große Rolle spielt.

Interessant ist die Forderung nach Basis-BU-Produkten. In der Tat ließe sich auf diese Weise wieder eine größere Zielgruppe erschließen. Es fragt sich, welcher Anbieter in diesem Bereich den Anfang macht.

 

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