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Berufsunfähigkeitsversicherung: Beiträge steuerlich absetzbar

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gilt zurecht als eine der wichtigsten Policen überhaupt. Umso verwunderlich ist dabei, dass nur die wenigsten Personen exakt über die Vorteile und Einschränkungen einer BU Bescheid wissen.

So lassen sich die Beiträge unter bestimmten Voraussetzungen problemlos von der Steuer absetzen. Auf diese Weise profitieren Versicherte gleich mehrfach und kombinieren die Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit mit Steuererleichterungen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) genießt dabei letztlich denselben Status wie eine private Rentenversicherung, eine Unfallversicherung oder auch die Haftpflicht- sowie die Private Krankenversicherung (PKV). Sämtliche Beiträge gelten als Sonderausgaben, die zur eigenen Absicherung verwendet werden und folglich das zu versteuernde Einkommen mindern.

Pro Person lassen sich hier jedoch nach  § 10 Abs. 4 EStG nur 1.900 Euro absetzen. Wer selbstständig tätig ist, kann jedoch schon 2.800 Euro ansetzen, da der Arbeitgeber keine Zuschüsse zur Privaten Krankenversicherung (PKV) oder der gesetzlichen Krankenkasse leistet. Hinzu kommt die so genannte Günstigerprüfung. Hier wird überprüft, ob die gesetzliche Regelung vor oder nach der Rentenreform steuerlich günstiger ist und es findet letztlich die vorteilhaftere Regelung Anwendung.

Ein Grund zur Euphorie ist die steuerliche Absetzbarkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) indes nicht. Schließlich wird meist schon durch die Beiträge zur PKV die Höchstgrenze der Absetzbarkeit erreicht, weswegen die BU -Beiträge nicht mehr ins Gewicht fallen. Aus diesem Grund sollten Versicherte bei einem Vergleich lediglich auf die Leistungen bei der Schadensregulierung achten und sich nicht mit steuerlichen Aspekten auseinander setzen.

Eine Alternative stellt immer auch die Kopplung der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) an die betriebliche Rentenversicherung dar. Die Risikovorsorge wird so staatlich gefördert. Die Frage, ob sich dieser Weg lohnt, sollte in einem Beratergespräch erörtert werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Ertragsanteil aus der BU, der im Fall einer Auszahlung je nach Laufzeit versteuert werden muss.

 

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