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Berufsunfähigkeitsversicherung: auf die Details achten

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Überschätzen Sie ihre Versicherung nicht! – so titelt das Handelsblatt und widmet sich dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). An selber Stelle wird jedoch auch die Notwendigkeit einer BU anerkannt. Vor allem im Hinblick auf die neue Unisex-Tarife.

Doch ordnen wir erst einmal. Das Thema Unisex wurde hier im Rundumversicherungsblog bereits umfangreich beleuchtet. Nach Ansicht des Handelsblatts steigen die Kosten nach dem 21. Dezember für Männer um acht bis zehn Prozent, während Frauen runde zwei Prozent weniger zahlen.

Soweit die Fakten bzw. Schätzungen, die vom Finanz- und Vermögensberater MLP stammen und 30 bereits bekannte Versicherungstarife miteinschließt.

Doch nun zur Notwendigkeit der Berufsunfähigkeitversicherung (BU). Hier zeigen sich je nach Berufsgruppe deutliche Unterschiede. Besonders gefährdet sind Gerüstebauer, Dachdecker, Bergleute, Pflasterer sowie Fleisch- und Wurstwarenhersteller. Das Risiko liegt hier in Bereichen zwischen 40 und 55 Prozent und auch bei Krankenschwestern sind es noch 38 Prozent, die vor dem Erreichen des wohlverdienten Ruhestands berufsunfähig werden.

Physiker, Ärzte, Maschinenbau-Ingenieure, Rechtsanwälte oder Architekten fallen indes nur zwischen 3,5 und sieben Prozent aus. Hier ließe sich meines Erachtens jedoch die steigende Zahl an Depressionserkrankungen ins Feld führen. Diese betreffen schließlich nicht nur körperliche Leiden wie den „kaputten Rücken“, sondern auch die seelischen Folgen einer Berufstätigkeit. Tendenz: leider steigend.

Selbstverständlich ist vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) auch auf die Details zu achten. Manche Policen lassen sich vorübergehend aussetzen, zudem zeigen sich Unterschiede in der Anerkennung von Arztprognosen. Dass der abstrakte Verweis nicht mehr in der Police stehen sollte, dürfte sich in diesem Zusammenhang längst herumgesprochen haben.

Das Handelsblatt setzt vor allem auf Kombiprodukte, bei denen die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) beispielsweise mit einer privaten Rentenversicherung kombiniert wird. Zudem sollte man so früh wie möglich einsteigen, um die Beiträge möglichst gering zu halten. Eine Berufsgruppe, bei der die BU partout keinen Sinn macht, gibt es indes nicht….

 

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