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Berufsunfähigkeitversicherung (BU): Kritik am „Bedingungswettbewerb“

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Die Branche der Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) ist durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet. Wer in einem vermeintlich risikoreichen Beruf tätig ist, wird die Tücken des Vertragswerks und der Bedingungen kennen und bei der Suche nach einer Versicherung sicherlich die eine oder andere Absage erlebt haben.

Seit langem wird branchenintern die Forderung nach mehr Transparenz und einheitlichen Bedingungen laut. Bei „Cash Online“ findet sich nun ein spannendes Interview mit gleich vier Biometrie-Experten unterschiedlicher BU -Anbieter, die über den so genannten „Bedingungswettbewerb“ diskutieren.

So fragt sich beispielsweise Jürgen Hansemann, Vorstand bei der Nürnberger Versicherung, wo es hinführen soll, wenn einzelne Berufsunfähigkeitsversicherungen mehr als 20 verschiedene Berufsgruppen unterscheiden. In der Tat ist die Transparenz in einem solchen Fall kaum noch gegeben und es lässt sich im Vorfeld schwer einschätzen, ob es zu einem BU -Vertrag kommt oder nicht.

Ein weiterer Aspekt in der Diskussion ist die Art der Vermarktung. Zu den neuen Trends in der BU gehören beispielsweise der „Handwerkerschutz“, der nur noch in der Absicherung bestimmter Grundfähigkeiten besteht. Ebenfalls zu erwähnen sind sicherlich die Erwerbesunfähigkeits- und Dread Disease-Versicherungen, die vor allem für Risikokunden eine Alternative zur klassischen BU darstellen können.

Eine Ausweitung der Berufsgruppen wird von den meisten Interviewpartnern als „problematisch“ angesehen. Ob es allerdings zur geforderten Rückbesinnung und Wiedereinführung eines einfachen Modells kommt, wurde offen gelassen.

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