Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Berufsunfähigkeitsversicherung: was tun bei psychischer Vorerkrankung?

| 1 Kommentar

Wer einmal in psychologischer Behandlung war bzw. die Diagnose einer psychischen Krankheit vorliegt, könnte Probleme beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bekommen. Bei der Antragstellung müssen Erkrankungen der letzten fünf bzw. zehn Jahre angegeben werden.

Die Frankfurter Rundschau weist allerdings darauf hin, dass der Abschluss mit chronischen psychischen Problemen durchaus problematisch sein kann. In den meisten Fällen müssen Interessenten mit einer genauen Gesundheitsprüfung rechnen, wobei jedoch auch den individuellen Lebensumständen Rechnung getragen wird.

Mit anderen Worten macht es durchaus einen Unterschied, ob die psychische Erkrankung zeitlich begrenzt auf den Tod eines Familienangehörigen folgte oder ob es sich um eine diagnostizierbare schwere Depression handelt. Für die Frage, ob man eine BU erhält oder nicht, ist weniger die Zahl der Therapiestunden als der aktuelle Gesundheitszustand ausschlaggebend. Zudem erstellt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine Prognose für die Versicherungsjahre.

Für den Fall, dass keine BU einen Vertrag anbietet, lassen sich psychische Erkrankungen auch ausschließen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn in manchen Fällen haben die Versicherer auch schon Erkrankungen wie einen Bandscheibenvorfall auf psychische Probleme zurückgeführt und dadurch die Schadensregulierung verweigert.

Es empfiehlt sich stets, eine Risikovoranfrage zu stellen. Sofern keine BU in Frage kommt, kann auch eine günstigere Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Zudem existieren seit einigen Jahren auch hierzulande Dread-Disease- oder Grunfähigkeitsversicherungen. Ob und wann diese sinnvoll sind, muss jeweils im Einzelfall entschieden werden.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.