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Berufsunfähigkeitsversicherung: Kritik an Entwicklung in der BU

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Das Geschäft in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Wo früher vor allem Krankheiten des Bewegungsapparats im Vordergrund standen, haben mittlerweile psychische Erkrankungen die „Pole Position“ als Ursachen für den Leistungsfall eingenommen. Die Versicherungen entwickeln sich zudem weiter — nur nicht in die richtige Richtung, wie Kritiker meinen.

Im Versicherungsjournal findet sich ein sehr lesenswerter Artikel zu diesem Thema, in dem ein Experte für Biometrie starke Kritik an den neuen Modellen übt. Offenbar dienen diese nicht den Versicherten, sondern bedienen weiterhin die ohnehin umworbenen Zielgruppen. Anders gesagt wird die BU zwar einfacher aber nicht einfacher zugänglich.So scheinen die Versicherungen vor allem für „nichtrauchende Akademiker“ attraktiv zu sein und verbessern für diese nahezu jährlich die Bedingungen, indem die Prämien sinken und die Zahl der Auslöser steigt. Die Zielgruppe wird auf diese Weise jedoch schmaler und für Handwerker existiert kaum noch eine Möglichkeit der leistbaren Absicherung.

Des Weiteren verbergen sich in den Klauseln jede Menge Fallstricke. Zu nennen ist beispielsweise die Beurteilung, die auch in einem Tätigkeitsprofil besteht und die Arbeitsleistung nicht nur nach Stunden, sondern über das Arbeitsergebnis dokumentiert. Immerhin existieren einige klar benennbare Klauseln, die dem Versicherten helfen und die Leistungserbringung vereinfachen. Es sind dies die Arbeitsunfähigkeits-Klausel  nach Einreichen eines gelben Scheins für sechs Monate, die Dienstunfähigkeits-Klausel bei Versetzung in den Ruhestand sowie die Infektionsklausel und die Rollstuhl- und Krebs-Klausel.

In vielen anderen Fällen wird allerdings von Fall zu Fall entschieden und das kann für den Versicherten sehr kompliziert werden.

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