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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Tests in der Kritik

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Schlägt man den „Finanztest“ der Stiftung Warentest auf, so kommen die Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) auf ein glänzendes Ergebnis. In der aktuellen Ausgabe wurden 59 Tarife getestet, von denen 35 ein „sehr gut“ erhielten. Kritik an dieser Einschätzung kommt ausgerechnet von einem Versicherungsmakler.

Procontra-Online nennt unter anderem die Fokussierung auf drei konstruierte Versicherungsfälle bzw. Versicherungsnehmer, die noch dazu mit 30 und 25 Jahren überaus jung sind. Laut dem zitierten Makler schwankt der Artikel von Finanztest „zwischen nützlichen Hinweisen, Falschinformationen und handwerklichen Fehlern“. Da sind zum Beispiel die Musterkunden, die natürlich nicht repräsentativ sind (und wohl auch nicht sein sollen). Gerade die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) erfordert hohen Beratungsaufwand und ist sehr individuell. Auch werden eine Fülle elementarer Fragen nicht geklärt. Ein Beispiel ist die so genannte abstrakte Verweisung und deren Gültigkeit für Schüler, Studierende, Azubis und Hausfrauen. Oder überhaupt die Frage nach Angeboten für Personen, die sich noch in Studium oder Ausbildung befinden. Ebenfalls stellt sich die Frage, ob der Wechsel in einen risikoärmeren Beruf auch eine Veränderung der Police möglich macht, die bei allen getesteten Tarifen unbeantwortet bleibt.

Die Liste der „Mängel“ wird noch weitergeführt, ist allerdings weniger als konkrete Kritik an den Prüfern als am Unterfangen eines Vergleichstests aufzufassen. Es ist offenbar kaum möglich, das Thema auf wenigen Seiten erschöpfend zu verhandeln und insbesondere die „fünf Schritte zum guten Vertrag“ ohne Beratung werden kritisiert.

 

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