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Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Probleme mit den Berufsgruppen?

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Die Kritik an der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) reißt derzeit nicht ab. Unter die zahlreichen unsachlichen Stimmen, mischen sich aber durchaus auch nachvollziehbare Töne. Hier geht es vor allem um die Einteilung der Berufsgruppen, die mittlerweile recht unübersichtlich geworden ist.

Wohlgemerkt: die Schadensabwicklung in der BU funktioniert meist einwandfrei, was sich sowohl an den wenigen Beschwerden beim Ombudsmann als auch an den häufig erfolgten Regulierungen durch die Versicherer zeigt. Ein wenig kritischer ließe sich allerdings die Berechnung mancher Tarife einstufen.

Procontra-Online greift das Thema auf und wählt die pointierte Formulierung vom „absurden Berufsgruppen-Bingo„. So wurde bei einem Treffen der Interessengemeinschaft Versicherungsmakler IGVM bemängelt, dass ein- und derselbe Beruf zum Teil Tarifunterschiede von über 100 Prozent verzeichnet. Es geht dabei oftmals um die gewählte Bezeichnung und so zahlt eine Bankkauffrau weniger als eine Finanzangestellte, während ein Versicherungsmakler mehr als das Doppelte bezahlt als ein „Versicherungsfachmann“. Wohlgemerkt: wir sprechen von ein- und derselben Versicherung.

Noch erstaunlicher wird es, wenn identische Berufe in mehreren Schreibweisen existieren. Ein „Techniker Hochbau“ zahlt mit 297,60 Euro/Monat mehr als ein „Techniker – Hochbau“, der nur 216,70 Euro aufbringen muss.

Was uns das sagt? Zum einen, dass in diesem Teilbereich Reformen gut täten. Zum anderen aber auch, dass vor dem Abschluss einer BU dringend mit einem Versicherungsberater gesprochen werden muss. Was eigentlich ein Nachteil ist, lässt sich auf diese Weise zu einem Vorteil nutzen und wenn ein Bindestrich beim Geldsparen hilft, sollte man diesen seinem Beruf getrost zufügen.

Mittel- und langfristig wäre jedoch ein vereinheitlichtes und vereinfachtes Tarifwerk in der Berufsunfähigkeitsversicherung anstrebenswert.

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